Bauchdeckenstraffung und Hernienkorrektur in Zug

Starke körperliche Veränderungen wie Gewichtsschwankungen oder eine Schwangerschaft können das Gewebe und die Haut am Bauch überdehnen. Trotz Sport und Rückbildungsgymnastik lässt sich der Bereich in der Regel nicht mehr straffen. In diesem Fall ist chirurgische Hilfe nötig, um das überschüssige Gewebe dauerhaft zu entfernen und eine wohlgeformte Körpersilhouette zu erreichen. Eine geeignete Behandlungsmethode ist die operative Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik). Hierbei wird die erschlaffte Haut vom Plastischen Chirurgen entfernt, um den Bauch anschliessend harmonisch zu straffen. Es wird nicht nur die verbliebene Haut, sondern auch tieferliegendes Gewebe sowie Muskeln mitgestrafft, um ein ästhetisches und anhaltendes OP-Ergebnis zu erzielen.

In manchen Fällen kann zusätzlich die Behandlung einer Hernie (Bruch) notwendig sein. Eine angeborene oder erworbene Lücke in der Bauchwand kann dazu führen, dass sich das Bauchfell nach vorn wölbt. Hernien heilen nicht von allein wieder ab, sondern müssen operativ verschlossen werden. Bleibt eine Hernie unbehandelt, besteht das Risiko, dass Darmteile eingeklemmt werden und absterben. Auf dem Gebiet der Hernienbehandlung arbeite ich eng mit dem Hernienzentrum Schweiz zusammen. Bei entsprechender Indikation führen die erfahrenen Kollegen des Hernienzentrums Schweiz und ich die Operation gemeinsam durch.

Die Bauchdeckenstraffung in der Schweiz auf einen Blick

Behandlung: Operation, stationär
OP-Dauer: 2–3 Stunden
Narkose: Vollnarkose
Körperliche Schonung: mind. 2 Wochen, für ca. 6–8 Wochen kein Sport
Arbeitsfähig: nach etwa 2 Wochen (abhängig von der Tätigkeit)
Nachsorge: Kompressionswäsche, Narbenpflege
Risiken: Blutergüsse, Nachblutungen, Schwellungen, Empfindungsstörungen, Wundheilungsstörungen, auffällige Narben

Beratung zur OP und Planung der Bauchstraffung

Vor der Bauchstraffung ist ein persönliches Beratungsgespräch sehr wichtig. Bei diesem Termin bespreche ich mit Ihnen, woran Sie sich stören und welche Veränderungen Sie sich von der Operation erhoffen. Mithilfe dieser Informationen und anhand einer genauen körperlichen Untersuchung stelle ich Ihren Behandlungsplan zusammen. Neben dem Ablauf einer Bauchdeckenstraffung erläutere ich auch die Vorbereitung und die Nachsorgemassnahmen. Zudem gehe ich auf die eventuellen Risiken und Komplikationen des Eingriffs ein, damit Sie rundum informiert sind und sich bewusst für oder gegen die Operation entscheiden können.

Unmittelbar vor der Bauchdeckenstraffung sollte eine strenge Diät vermieden werden, da Ernährungsdefizite zu Wundheilungsstörungen führen können. Zudem kann ein starker Gewichtsverlust vor der Operation einen negativen Einfluss auf die Elastizität der Haut nehmen. Daher sollten Patienten darauf achten, ihr Gewicht über einen längeren Zeitraum konstant zu halten. Etwa ein bis zwei Wochen vor der Bauchdeckenstraffung sollte zudem die Einnahme von Medikamenten beendet werden, die die Blutgerinnung beeinflussen. Dadurch lässt sich das Risiko für Hämatome senken.

Der Ablauf bei einer Bauchdeckenstraffung

Am Tag der Operation werden Sie stationär in der Klinik aufgenommen. Die Bauchstraffung wird in Vollnarkose durchgeführt. Während der Behandlung entferne ich die überschüssige Haut am Bauch. Je nach Befund straffe ich die Bauchdecke sowie tiefer liegende Strukturen (z. B. Bindegewebe und Muskeln). Teilweise kann es für ein optimales OP-Ergebnis sinnvoll sein, auch überschüssiges Fett mithilfe einer Fettabsaugung zu reduzieren und somit den Bereich zu glätten. Nach dem Vernähen der Wunden wird ein schützender Verband angelegt. Zum besseren Abfliessen des Wundwassers werden zudem Drainagen gesetzt.

Der Ablauf bei einer Bauchdeckenstraffung

Die Patienten bleiben nach dem Eingriff für einige Tage zur Beobachtung in der Klinik. Wie lange der stationäre Aufenthalt dauert, hängt vom Umfang der Operation und vom individuellen Heilungsprozess ab. Die Drainagen können nach zwei bis drei Tagen wieder entfernt werden. Nach der Straffungsoperation ist es vor allem wichtig, dass die Bauchdecke keiner starken Belastung ausgesetzt wird. Schweres Heben und Sport sollten unbedingt vermieden werden. Beim Schlafen sollten die Patienten auf dem Rücken liegen und den Oberkörper erhöht lagern. Nach etwa zwei Wochen körperlicher Schonung sind die meisten Patienten wieder arbeitsfähig. Für etwa zwei Monate sollte auf sportliche Aktivitäten verzichtet werden.

In den ersten Tagen nach der OP wird ein spezielles Kompressionsmieder angelegt. Es sollte für etwa sechs Wochen getragen werden, um eventuelle postoperative Komplikationen so gering wie möglich zu halten. Durch die Kompression wird übrige Wundflüssigkeit aus dem Körper gedrückt. Des Weiteren hilft die Kleidung dabei, die Heilung zu fördern und natürliche Körperformen zu erzielen.

Mögliche Komplikationen bei einer Abdominoplastik

Umfangreiche Eingriffe wie eine Bauchdeckenstraffung sind immer mit gewissen Risiken verbunden. Daher sollten sie ausschliesslich von erfahrenen Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt werden. Zu den häufigen Beschwerden gehören Schwellungen, Hämatome und Rötungen. Schmerzen können mit handelsüblichen Schmerzmitteln gelindert werden. Hierzu berate ich Sie bei Bedarf gern. Überdies kann es vorkommen, dass bei dem Eingriff kleine Nerven geschädigt werden, wodurch es zu vorübergehenden Sensibilitätseinschränkungen (z. B. Taubheitsgefühle) kommen kann. Anhaltende Störungen treten hingegen nur in seltenen Fällen auf. Auch die Risiken für Nachblutungen, Wundheilungsstörungen und Infektionen sind bei erfahrenen Experten gering.

Weitere Informationen und häufige Fragen zur Bauchdeckenstraffung in der Schweiz

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