Behandlung des Lipödems in Zug

Das Lipödem hat ein sehr charakteristisches Erscheinungsbild: Während die Beine und/oder die Arme sehr voluminös sind, bleiben die Körpermitte, die Hände und die Füsse meist schlank. Umgangssprachlich wird es auch als „Reiterhosen“ oder als „Säulenbeine“ bezeichnet. Anders als bei einem Übergewicht (Adipositas) sind die dicken Beine keine Folge eines ungesunden Lebensstils oder mangelnder Bewegung. Es handelt sich stattdessen um eine krankhafte Fettverteilungsstörung, die so gut wie nur Frauen betrifft. Die genauen Ursachen sind noch nicht abschliessend geklärt. Es wird angenommen, dass eine hormonelle Störung sowie die genetische Veranlagung bei der Erkrankung eine Rolle spielen. Lipödeme verlaufen in bestimmten Stadien, sodass sich die Erkrankung und die Symptome ohne eine adäquate Behandlung mit der Zeit verschlimmern. Zunächst wird versucht, mit einer konservativen Therapie zu verhindern, dass sich das Lipödem verstärkt. Eine dauerhafte Lösung gegen das krankhafte Fettgewebe bietet eine Fettabsaugung (Liposuktion).

Fettabsaugung beim Lipödem in der Schweiz auf einen Blick

Behandlung: Operation, stationär (1 Nacht)
OP-Dauer: 2–3 Stunden
Narkose: Vollnarkose
Körperliche Schonung: etwa 1 Woche, 3 Wochen kein Sport und keine Physiotherapie
Arbeitsfähig: nach etwa 1 Woche (abhängig von der Tätigkeit und vom OP-Umfang)
Nachsorge: Kompressionsstrümpfe für 6 Wochen
Risiken: Schwellungen, Rötungen, Blutergüsse, kleine Narben, Wundheilungsstörungen (selten)

Diagnose Lipödem

Lipödempatientinnen sind häufig einer grossen psychischen Belastung ausgesetzt. Zum einen stellen die dicken Beine, die häufig auch Schmerzen verursachen, einen ästhetischen Störfaktor dar, der sich nicht mit Sport oder einer gesunden Ernährung beheben lässt. Das führt häufig zu Frust, da die betroffenen Frauen vor der Diagnosestellung nicht wissen, wieso der Sport und die Ernährungsumstellungen ohne Erfolg bleiben. Zum anderen werden die voluminösen Gliedmassen von anderen Menschen schnell mit Übergewicht und einer ungesunden Lebensweise gleichgesetzt, sodass sich die Patientinnen von anderen zu Unrecht verurteilt fühlen und sich schämen. Oftmals ziehen sie sich daher auch immer mehr zurück.

Die richtige Diagnose gestellt zu bekommen, ist zudem für viele Frauen eine wahre Odyssee. Nicht selten haben sie zahlreiche Ärztebesuche hinter sich, bevor das Lipödem festgestellt wird. Mittlerweile spezialisieren sich immer mehr Ärzte auf dieses Krankheitsbild, um den Frauen eine schnellere Hilfe bieten zu können.

Die konservative Behandlung

Um einer Verschlimmerung der Krankheit aktiv entgegenzuwirken, finden konservative Massnahmen statt. Hierzu pflege ich eine sehr gute Zusammenarbeit mit spezialisierten Physiotherapeuten in der Region. Vor allem das Tragen spezieller Kompressionsstrümpfe und manuelle Lymphdrainagen sollen dabei helfen, dass die Flüssigkeit besser abfliessen kann und weniger Beschwerden sowie Schmerzen auftreten. Die Therapie kann die Erkrankung jedoch nicht heilen. Um das vermehrte Fettgewebe dauerhaft entfernen zu können, ist ein chirurgischer Eingriff in Form einer Fettabsaugung notwendig.

Ablauf der Lipödembehandlung in Zug

Zu Beginn der Fettabsaugung kennzeichne ich die betroffenen Areale am Bein beziehungsweise am Arm. Nachdem die Wirkung der Narkose eingesetzt hat, setze ich auf der Haut Schnitte von wenigen Millimetern und führe eine dünne Kanüle in das Gewebe ein. Mit dieser Kanüle wird das krankhafte Fettgewebe aus dem Körper abgesaugt.

Bei der Fettabsaugung gibt es verschiedene Methoden. Als eine Art Standard bei der Liposuktion gilt die Tumeszenztechnik. Vorab wird eine grosse Menge Tumeszenzflüssigkeit (bestehend unter anderem aus Wasser und einem Lokalanästhetikum) in das zu entfernende Gewebe gegeben. Die Flüssigkeit schwemmt das Gewebe auf und erleichtert somit das Absaugen.

Bei der wasserstrahlassistierten Liposuktion (WAL) wird vor dem Eingriff keine grosse Menge Flüssigkeit benötigt. Stattdessen sorgt ein spezieller computergesteuerter Wasserstrahl an der Absaugkanüle dafür, dass die Fettzellen gelockert und entfernt werden können. Die WAL gilt als schonende Alternative zur herkömmlichen Fettabsaugung. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die WAL deutlich bessere Ergebnisse erzielen kann. Diese Studien untermauern auch meine persönlichen Erfahrungen in meiner Praxis. Die wasserstrahlassistierte Liposuktion ist meine favorisierte Technik bei der Behandlung des Lipödems.

Schonung und Nachsorge

Nach der OP bleiben die Patientinnen für gewöhnlich eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik. Zu Hause sollten sich die Patientinnen vor allem schonen. Spezielle Kompressionskleidung sorgt dafür, dass weniger Schwellungen auftreten und die Areale schneller abheilen. Weiterhin sollten auch Lymphdrainagen stattfinden. Durch das Entfernen der Fettzellen glättet sich die Haut und das Volumen an den Beinen wird geringer. Dadurch nehmen auch die Schmerzen und Beschwerden ab. Nach ein bis zwei Wochen sind die Patienten für gewöhnlich wieder arbeitsfähig. Auf Sport sollte hingegen für vier bis sechs Wochen verzichtet werden. Leichte Spaziergänge sind schon vorher möglich und unterstützen sogar den Heilungsprozess.

Weitere Informationen und häufige Fragen zum Lipödem und zur Fettabsaugung in Zug

Welche Risiken gibt es bei der Behandlung eines Lipödems?

Was passiert, wenn die Krankheit unbehandelt bleibt?

Was gehört zur konservativen Therapie?

Lipödemstadien

Was kostet eine Lipödembehandlung?

Wann zahlt die Krankenkasse den Eingriff?

Wie lange hält das Ergebnis einer Liposuktion beim Lipödem?