Behandlung von Kapselfibrose in Zug

Nach einer Brustvergrösserung kann es in einigen Fällen zu einer Kapselfibrose kommen. Hierbei handelt es sich um eine Gewebeverhärtung, die unterschiedlich stark ausfallen kann. Bei einer schweren Kapselfibrose sind meist Folgebehandlungen notwendig, bei denen das Brustimplantat und das veränderte Gewebe entfernt werden. Das Risiko für eine Kapselfibrose war früher bei älteren Brustimplantaten noch relativ hoch und reichte bis zu 30 Prozent. In den vergangenen Jahren haben sich die Brustimplantate immer weiterentwickelt, sodass sie heute höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen müssen. Dennoch kann das Risiko für eine starke Kapselfibrose nicht vollständig ausgeschlossen werden. Gern informiere ich Sie in meiner Praxis in Zug über die Behandlungsmöglichkeiten bei einer Kapselfibrose.

Übersicht

Kapselfibrose nach Brustvergrösserung - Operation in der Schweiz auf einen Blick

  • Behandlung

    Operation, stationär

  • OP-Dauer

    1 bis 3 Stunden

  • Narkose

    Vollnarkose

  • Körperliche Schonung

    etwa 2 Wochen; kein Sport für 6 Wochen

  • Arbeitsfähig

    nach etwa 1 bis 2 Wochen

  • Nachsorge

    Kompressions-BH

  • Risiken

    Schwellungen, Rötungen, Hämatome, Empfindungsstörungen, Bewegungseinschränkungen der Arme

Wie entsteht eine Kapselfibrose?

Der menschliche Körper bildet nach einiger Zeit um jeden Fremdkörper eine Gewebehülle. Sie wird auch als Kapsel bezeichnet. Diese normale Abwehrreaktion des Körpers ereignet sich bei allen eingesetzten Implantaten, darunter beispielsweise Hüftimplantate und Brustimplantate. Der feine Unterschied zwischen diesen beiden Implantattypen ist, dass ein Silikonimplantat für die Brustvergrösserung weich ist, während die Hüftprothese ein starres Gebilde ist. In der Regel besteht die Kapsel aus weichem Bindegewebe, sodass sie weder spürbar noch sichtbar ist. Bei einigen Patientinnen verhärtet sich die Kapsel jedoch, sodass sie das weiche Silikonimplantat verformen kann. Die Ursachen für die Gewebeverhärtung sind noch nicht eindeutig geklärt. Es gibt verschiedene Schweregrade, die nach Baker (Baker-Stufen) klassifiziert werden:

Stufe 1:
Normalzustand (weiche Brust mit natürlichem Aussehen)

Stufe 2:
minimale Kapselfibrose (minimale Verhärtungen in der Brust, keine äusserliche Veränderung)

Stufe 3:
starke Kapselfibrose, beginnende Kapselkontraktur (stärkere Verhärtung der Brust, sichtbare Verformung, keine Schmerzen)

Stufe 4:
ausgeprägte Kapselfibrose (deutliche Verhärtung der Brust, starke Verformung, begleitende Schmerzen)

Kapselfibrose vorbeugen

Massnahmen in meiner Praxis

Auch wenn die genauen Ursachen für eine Kapselfibrose nicht eindeutig erwiesen sind, gehen einige Studien davon aus, dass eine Kontamination mit Hautkeimen während der Brustvergrösserung ein Auslöser sein kann.

In meiner Praxis achte ich daher penibel darauf, das Risiko so minimal wie möglich zu halten. Neben einem speziellen desinfizierenden Implantatbad verwende ich bei der Brustvergrösserung die sogenannte Keller-Funnel-Technik, um das Implantat in das Gewebe einzubringen. Die Methode mit der besonderen Einführhilfe wird auch als No-Touch-Technik bezeichnet.

Kapselfibrose erkennen

Nach einer Brust-OP kann es zu vorübergehenden Veränderungen an der Brust kommen (z. B. Verhärtungen, Schmerzen). Hierbei muss es sich nicht in jedem Fall sogleich um eine Kapselfibrose handeln. Stattdessen können die Beschwerden eine Folge einer Überbelastung sein. Bei Unsicherheiten sollten die Patientinnen ihren behandelnden Arzt beziehungsweise ihre behandelnde Ärztin aufsuchen, da nur ein Experte die Symptome abklären und eine entsprechende Diagnose stellen kann. Typische Symptome, die auf eine Kapselfibrose hinweisen können, sind unter anderem:

  • Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust

  • Sichtbare Verformungen an der Brust

  • Veränderung der Implantatform

  • Verrutschen oder Verdrehen des Implantats

  • Spürbare, harte Kapsel

  • Auftreten von plötzlichen Asymmetrien

Wann ist eine Operation notwendig?

Eine Operation wird für gewöhnlich dann notwendig, wenn sich die bindegewebige Kapsel um das Implantat herum verhärtet und zu sichtbaren sowie tastbaren Veränderungen führt. Eine Kapselfibrose der Stufe 3 lässt sich manchmal mit minimalinvasiven oder nichtoperativen Methoden behandeln. Bei einer ausgeprägten Kapselfibrose (Stufe 4) ist erfahrungsgemäss immer eine Operation anzuraten, um die Implantate herauszunehmen beziehungsweise zu wechseln und das veränderte Gewebe zu entfernen.

Behandlung

Ablauf der Operation in Zug

In einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch teilen Sie mir mit, unter welchen Beschwerden Sie leiden. Anschliessend untersuche ich Sie sorgsam, um festzustellen, ob eine Kapselfibrose vorliegt. Anhand dieser Informationen entscheidet sich auch, ob eine erneute Operation durchgeführt werden sollte. Müssen die Implantate herausgenommen werden, entscheiden Sie, ob Sie eine Entfernung der Brustimplantate wünschen oder einen Implantatwechsel.

Bei manchen Frauen eignet sich auch die Entfernung des Implantats mit einem zusätzlichen Aufbau der Brust mit Eigenfett. Dieses Verfahren wende ich in meiner Praxis häufig an und ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Nach dem Entfernen des Implantats zeigt sich meist eine erschlaffte Brust, die mithilfe der Eigenfettmethode (Lipofilling) harmonisch geformt und konturiert werden kann. Für die Behandlung ist ein hohes Mass an Erfahrung und ästhetischem Gespür gefragt, weswegen sie nur in die Hände von erfahrenen Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie gehört. Zu den Vorteilen der Eigenfettmethode gehört, dass sie eine schöne und natürliche Brust ohne das Risiko einer erneuten Kapselfibrose bietet, da kein Fremdkörper eingebracht wird.

Nach der ausführlichen Planung und Besprechung werden Sie am Tag der Operation stationär in der Klinik aufgenommen. Es finden erneute Gespräche mit mir und den Anästhesisten statt, um eventuelle Kontraindikationen auszuschliessen. Dann markiere ich die Schnittführung für die Operation auf Ihrer Haut. Der Eingriff findet unter Vollnarkose statt. Sorgfältig entferne ich die Brustimplantate sowie die Kapsel. Sollten Sie sich für neue Brustimplantate entschieden haben, setze ich diese im Rahmen der OP ein. Eine blosse Entfernung dauert in der Regel ein bis zwei Stunden, ein Implantatwechsel benötigt erfahrungsgemäss zwei bis drei Stunden.

  • Worauf ist nach dem Eingriff zu achten?

    Nach der Entfernung der Brustimplantate beziehungsweise nach dem Implantatwechsel verbleiben die Patientinnen für ein bis drei Tage in der Klinik. In seltenen Fällen kann auch ein längerer stationärer Aufenthalt empfehlenswert sein, damit der Körper sich unter medizinischer Aufsicht erholen kann. Etwaige Drainagen werden nach ein bis zwei Tagen wieder entnommen. Vorerst sollten die Patientinnen sich schonen und ausruhen. Körperliche Anstrengungen wie schweres Heben und Sport sind zu vermeiden. Ein spezieller Kompressions-BH ist – wie nach einer Brustvergrösserung auch – für sechs Wochen zu tragen. Damit die Narben möglichst wenig belastet werden, sollten die Patientinnen in den ersten Wochen nach dem operativen Eingriff nicht auf der Seite oder dem Bauch, sondern auf dem Rücken liegen. Für etwa drei Monate sollte die Brust vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

  • Welche Komplikationen können bei der Behandlung einer Kapselfibrose auftreten?

    Wie bei der Brustvergrösserung kann es auch nach der Behandlung einer Kapselfibrose zu Schwellungen, Rötungen und Blutergüssen kommen. Eventuelle Schmerzen können mit Schmerzmitteln gelindert werden. Hierzu erhalten Sie bei Bedarf die entsprechenden Informationen und Empfehlungen von mir. Vorübergehend können Empfindungsstörungen und Spannungsgefühle auftreten. Meist klingen die Beschwerden innerhalb weniger Wochen ohne weitere Folgen wieder ab. Zudem sind die Risiken bei erfahrenen Plastischen Chirurgen beziehungsweise Plastischen Chirurginnen sehr gering.

    Sollten Sie sich für neue Implantate entschieden haben, besteht weiterhin ein Kapselfibrose-Risiko. Bei den Brustimplantaten der neuesten Generation fällt dieses jedoch vergleichsweise minimal aus.

  • Das Ergebnis der Behandlung

    Das endgültige Ergebnis stellt sich nach etwa drei bis sechs Monaten ein. Haben Sie nur Ihre vorherigen Implantate entfernen und keinen Implantatwechsel vornehmen lassen, wird das Aussehen der Brust möglicherweise beeinflusst. Daher kann es sinnvoll sein, für ein optimales Ergebnis eine Bruststraffung miteinzuplanen oder eine Korrektur mit körpereigenen Fettzellen in Betracht zu ziehen. Zu den einzelnen Möglichkeiten für eine natürlich schöne Brust nach der Entfernung der Implantate berate ich Sie gern.

Beratung

Weitere Informationen zur Kapselfibrose und deren Behandlung

Sie haben den Verdacht, dass sich um Ihre Implantate Gewebeverhärtungen gebildet haben, oder Sie haben die Diagnose Kapselfibrose bereits erhalten und suchen nun nach einer Behandlungsmöglichkeit? Als Expertin für Plastische Chirurgie und Brustchirurgie stehe ich Ihnen gern zur Seite und berate Sie ausführlich zu den medizinischen Optionen. Einen Termin können Sie telefonisch unter +41 41 729 50 29 oder per Mail an plastische-chirurgie-zug@hin.ch vereinbaren.

Sprechzeiten

Das sagen meine Patienten

Mit meinen Patienten versuche ich immer, ein sehr vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Viele Patienten und Patientinnen sind nach einer Behandlung so glücklich, dass sie ihre Erfahrungen mit meiner Praxis z. B. gern auch auf meiner Webseite teilen.